Leistungsorientierte Vergütung

Begriffsbestimmung

 

Die leistungsorientierte Vergütung (LOV), die auch als Perfomance-orientiertes Entgelt oder leistungsgerechte / leistungsorientierte / leistungsbasierte / leistungsbezogene Entlohnung (oder kurz als Leistungsprämie, Leistungslohn oder Leistungszulage) bezeichnet wird, ist ein weiterer Teilbereich der variablen Entlohnung. 

 

Die LOV umspannt wiederum ein breit gefächertes Spektrum von Vergütungsformen, das sich aber sehr gut mit der (nicht immer leicht zu beantwortenden) Antwort auf die grundlegende Frage "Worin besteht die Zusatzleistung des Mitarbeiters oder eines Teams und wie ist sie messbar?" erschließen lässt.

 

 

Einflussgrößen

 

Die zu vergütende Zusatzleistung kann auf unterschiedlichen Größen basieren. Dies können sein:

  • Produktionssteigerung / Ausschussreduzierung
  • Produktivitätssteigerung (z.B. auf Grundlage der Gesamtanlageneffizienz GAE)
  • Kostenreduzierung
  • Verhalten (auf der Grundlage einer Mitarbeiterbeurteilung)
  • Zielerreichung (auf der Grundlage vereinbarter oder vorgegebener Ziele)
  • einer Kombination der vorgenannten Leistungsfaktoren

eines Mitarbeiters oder einer Gruppe von Mitarbeitern.

 

 

Fragestellungen bei der Umsetzung in die Praxis

 

Grundsätzlich sind für die Gestaltung eines leistungsorientierten Modells zwei Aspekte von zentraler Bedeutung. Dies sind:

  • Akzeptanz: Nur dann, wenn der einzelne Mitarbeiter oder das Team Einfluss auf die dem Vergütungsmodell zugrunde liegende Leistungsmessgröße(n) hat, wird das Modell von den Beteiligten auch akzeptiert und entfacht so die gewünschte Anreizwirkung.
  • Erfolgseinfluss: Nur dann, wenn die gewählte Leistungsgröße einen direkten Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens hat, kann auf dieser Basis auch glaubhaft eine variable Vergütung aufgebaut werden. Andernfalls kann die Ausreichung eines Leistungslohns für das Unternehmen auch zu einem betriebswirtschaftlichen Wagnis werden.

Diese beiden Faktoren erweisen sich gelegentlich als Hürde. Förderlich als Lösungsansatz kann aus diesem Grund durchaus auch eine Kombination von Gewinnbeteiligung und leistungsorientierter Vergütung sein. Dieser Weg ist oftmals sinnvoller und zielführender als ein performanceorientiertes Modell in Reinform. Welche Weg jedoch der richtige ist, muss individuell definiert werden.

 

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