Aktuelle Nachrichten

VL-Sparen ist ein Auslaufmodell

 

Im Jahr 2017 lag die Anzahl derjenigen Arbeitnehmer, die Arbeitnehmer-Sparzulagen aus VL erhielten, nur noch bei 330.000. Dies ist, im Vergleich zu dem Bestand aus dem Jahr 2011 von ca. 2 Millionen Arbeitnehmern, ein dramatischer Rückgang.

 

Die Entwicklung ist jedoch nicht verwunderlich. Angesichts seit Jahren unveränderter Einkommensgrenzen, bis zu denen eine Sparzulageberechtigung besteht, auf der einen Seite und stetig steigender Nominallöhne auf der anderen Seite, fallen immer mehr Mitarbeiter aus dem Kreis der Berechtigten heraus.

 

Der Rückgang ist besonders gravierend im Bereich des Bausparens. Hier waren 2017 nur noch 225.000 Sparer im Vergleich zu 1,5 Millionen in 2011 zu verzeichnen.

Das Standardwerk der Mitarbeiterbeteiligung nun in 8. Auflage

 

Es ist vollbracht: Unser Standardwerk "Erfolgs- und Kapitalbeteiligung: Vom Mitarbeiter zum Mitunternehmer liegt vollkommen überarbeitet und aktualisiert in der achten Auflage vor!

 

Das Buch informiert auf über 200 Seiten Unternehmer, Führungskräfte und Betriebsräte über alle Aspekte rund um die Mitarbeiterbeteiligung, die für mittelständische Unternehmen von Relevanz sind. Darüber hinaus wird aufgezeigt, in welchen Schritten eine Modellumsetzung erfolgen sollte und was auf diesem Weg zu beachten ist. 14 erfolgreiche und sehr unterschiedliche Praxisbeispiele geben abschließend einen anschaulichen Einblick.

 

Weitere Informationen über das Buch finden sich auf der Homepage des Springer-Verlags hier>>

 

Fachkräftemangel fordert neue Strategien

 

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) schätzt für den April 2018 den Fachkräftemangel auf 440.000 Arbeitnehmer. Dies reduziert ganz erheblich das Wirtschaftswachstum um 0,9 Prozent und verursacht insgesamt einen Ausfall von 30 Milliarden Euro, so das Institut.

 

Was gesamtwirtschaftlich gilt, hat natürlich auch einzelwirtschaftliche Auswirkungen auf jedes Unternehmen. Firmen sind mehr und mehr gefragt, eine überzeugende und mit anderen Unternehmen konkurrenzfähige Strategie zu entwickeln, um weiterhin für begehrte Fachkräfte attraktiv zu sein. Das Erfüllen gesetzlicher Vorgaben, wie z.B. durch Anbieten einer Betrieblichen Altersvorsorge, ist in dieser Hinsicht nicht ausreichend. Von daher sollten die Unternehmen gerade jetzt darüber nachdenken, ihre Arbeitgeberattraktivität durch z.B. Gewinn- und/oder Kapitalbeteiligung der Beschäftigten zu steigern und sich damit von anderen Unternehmen deutlich abzuheben.

 

Unternehmenssanierung durch Mitarbeiterbeteiligung

 

Kann die Mitarbeiterbeteiligung ein Baustein zur Sanierung von Unternehmen sein? Dieser Fragestellung widmete sich der Sanierungsabend des IfUS-Instituts am 06.09.2018 in Heidelberg.

 

Die Teilnehmer hörten Vorträge von Walter Vogt (IG Metall) und Prof. Dr. Kost. Die Vorträge stehe auf der Homepage des Instituts zum Download zur Verfügung.

 

 

NRW-Bundesratsinitiative für Mitarbeiterbeteiligung

 

Auf Initiative der Landesregierung NRW wird der Bundesrat am 9.7.2018 über eine Anhebung der steuerlichen Förderung von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen an Startup-Unternehmen beraten. Zur Diskussion steht ein neuer Förderbetrag von € 5.000 (bisher € 360).

 

Wenn Sie gegenüber Ihrer Landesregierung die Sinnhaftigkeit der Initiative betonen wollen, finden Sie ein vorbereitetes Schreiben hier>>

 

(Foto: NRW)

 

Weitere Verbesserung der Förderung für Mitarbeiterbeteiligungsmodelle in Österreich?

 

Mitarbeiterbeteiligungsmodelle können bereits heute in der Alpenrepublik auf optimale steuerliche Förderstrukturen zurückgreifen, welche die deutschen Konditionen mehr als in den Schatten stellen. Nichts desto trotz gibt es nun einen Antrag von Parlamentsabgeordneten, die derzeitige Förderung zu erweitern.

 

Der Antrag umfasst a) die Erhöhung des Förderfreibetrages von € 3.000 auf mindestens € 5.000 bzw. alternativ 1/6 des Jahresbruttoeinkommens und b) die Wahlfreiheit von GmbH-Gesellschaftern ab einer Beteiligungshöhe von 1%, ob sie dem Sozialversicherungsrecht unterliegen oder nicht.

 

Informationen über den Vorstoß finden Sie hier>>

 

Boni wirken motivierend auch bei komplexen Aufgabenstellungen

 

Bisher galt als erwiesen, dass Boni positiv und leistungssteigernd bei repititativen Aufgabestellungen wirken. Wie aber ist der Effekt bei anspruchsvollen und wechselnden Aufgaben?

 

Diese Frage beantworteten Verhaltensökonomen der LMU München. Sie ließen mehrere Gruppen komplexe Aufgabenstellungen im Rahmen des Spiels EXIT lösen und sagten einigen Gruppen einen Bonus zu, wenn sie die Aufgabenstellung in dreiviertel der vorgegebenen Zeit lösen. Den übrigen Gruppen wurde dagegen vermittelt, dass es erstrebenswert sei, die anspruchsvollere Zeitgrenze zu erfüllen. Insgesamt stellte sich heraus, dass die Anzahl der Gruppen mit monetärem Anreiz, die den engeren Zeitrahmen erfüllten, um mehr als das Doppelte über der Erfolgsquote der ideel motivierten Gruppen lag.

 

Zudem hatten die Gruppen die Möglichkeit, Tipps zu kaufen, um schneller ans Ziel gelangen. Davon machten überwiegend die Boni-Gruppen Gebrauch, wohin gegen die übrigen Gruppen mehrheitlich ohne Tipps versuchten, ans Ziel zu gelangen.

 

Die Ökonomen ziehen hieraus den Schluss, dass der Anreiz dazu beiträgt, dass Gruppen fokussierter Denken und Einzelne eher die notwendige Initiative ergreifen.

 

Entgeltumwandlung von Geschäftsführern steuerrechtlich anerkannt

 

Seit Veröffentlichung des BMF-Schreibens vom 17.6.2009 wurde der Entgeltumwandlung von Organmitgliedern auch dann die Anerkennung verwehrt, wenn diese eine nicht beherrschende Gesellschafterstellung inne hatten. Diese Position wurde nun mit Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22.2.2018 (Az.: VI R 17/16) aufgehoben. Das Gericht befand, dass die bloße Organstelllung als Geschäftsführer für die Frage des Zuflusses von Arbeitslohn ohne Bedeutung sei. Besonderheiten seien allenfalls bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern einer Kapitalgesellschaft gerechtfertigt.

 

Es ist zu erwarten, dass dieses Urteil positiv auf die Verbreitung von Lebensarbeitszeitkonten im Management von Unternehmen wirkt.

 

Elektronische Datenübertragung von VL-Daten

 

Mit BMF-Schreiben vom 16.12.2016 (IV C 5 - S 2439/16/10001) wurde das Verfahren der elektronischen Vermögensbildungsbescheinigung gestartet. Erstmals sollte danach die Datenübermittlung für VL-Anlagen des Jahres 2017 bis spätestens zum 28.2.2018 erfolgen.

 

In der Praxis ergaben sich jedoch insbesondere in den Fällen Probleme, in denen VL im Arbeit gebenden Unternehmen angelegt wurden. Daher hat das Ministerium mit Schreiben vom 17.4.2018 erklärt, die Frist um sechs Monate bis zum 31. August 2018 zu verlängern.

 

Anwendungserlass zum 5. VermBG

 

Das Bundesfinanzministerium hat seinen Anwendungserlass aus dem Jahre 2014 überarbeitet. Der neue und ab nun gültige Erlass für die Anwendung des 5. Vermögensbildungsgesetzes trägt das Aktenzeichen Az: IV C 5 - S 2430/17/10001.

 

Von zentraler Bedeutung sind insbesondere Änderungen, die durch die Einführung der elektronischen VL-Anlagebescheinigung bedingt sind.

 

Gerne übersenden wir Ihnen auf Anfrage den aktuellen Erlass.

 

 

Ansprüche auf Vermögenswirksame Leistungen verfallen oftmals

 

Von grundsätzlich 20 Millionen VL-Anspruchsberechtigten in Deutschland lassen 7 Millionen ihre Ansprüche verfallen. In Westdeutschland bleiben insgesamt jährlich rund 1,6 Milliarden Euro der Ansprüche ungenutzt, in Ostdeutschland weitere 240 Millionen Euro. Dies ergab eine Studie des in München ansässigen Research Center for Financial Services (CFin) unter der Leitung von Profesor Jens Kleine.

 

"Angesichts der gerade in den unteren Einkommensgruppen drohenden Rentenlücke sind die Ergebnisse sehr bemerkenswert. Mitarbeitern scheint nicht bewusst zu sein, welches Ertragspotenzial aus einer VL-Anlage langfristig erwachsen kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn VL im Arbeit gebenden Unternehmen angelegt werden und die Anlage durch die Förderkomponente auf Grundlage des § 3 Ziffer 39 EStG ergänzt wird. Oftmals haben auch Arbeitgeber kaum Kenntnis von dieser Möglichkeit und unterschätzen die finanz- und personalwirtschaftlichen Positiveffekte, die aus einer VL-Anlage in Form einer Mitarbeiterkapitalbeteiligung erwachsen können", sagt Stefan Fritz, Geschäftsführer der mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH.

 

Hier finden Sie Detailinformationen zum Thema VL und Förderung von Mitarbeiterkapitalbeteiligungen.

 

Zufluss von Arbeitslohn bei Gutschrift in Lebensarbeitszeitkonto bei Minderheits-Gesellschafter

 

Praktiziert ein Minderheits-Gesellschafter mit seinem Arbeit gebenden Unternehmen eine schriftlich vereinbarte Wertguthabenvereinbarung und hat er auf die bei einem Dritten angelegten Mittel erst im Rahmen einer zukünftigen Freistellungsphase Anspruch, erfolgt auch erst ein Zufluss in der Zukunft.

 

Dies hat das FG Berlin-Brandenburg in einem Urteil vom 14.11.2017 (9 K 9235/15) entschieden.

 

Lebensarbeitszeitkonten: Urlaubsanspruch aus der Freistellungsphase?

 

Im hier vorliegenden Fall hatte das Landesarbeitsgericht über die Klage einer Arbeitnehmerin zu entscheiden. Die Klägerin vertrat die Auffassung, dass während ihrer Freistellung im Rahmen des Blockmodells Urlaubsansprüche entstehen. Das Gericht verneinte jedoch die Auffassung der Klägerin: Wegen des vereinbarten Teilzeitbeschäftiguntsverhältnisses entstehe insgesamt nur ein hälftiger Urlaubsanspruch, der in der Arbeisphase "geblockt" zu erfüllen sei.

 

Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne das Urteil zu.

 

Rekordjahr für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Europa

 

Das vermeldet die Europäische Föderation für Mitarbeiterkapitalbeteiligung (EFES). Insgesamt halten nach EFES-Angaben europaweit Mitarbeiter ein Vermögen von annähernd 400 Milliarden Euro. Dies enspricht einem Vermögensanteil von 3,2%. 86,6% der Großunternehmen praktizieren ein Belegschaftsaktienprogramm. Auf diesem Wege sind in Europa 7,5 Million beschäftigte an ihrem Arbeit gebenden Großunternehmen beteiligt. Rechnet man kleine und mittelgroße Unternehmen hinzu, steigt die Gesamtzahl auf 8,5 Millionen. Für Deutschland wird die Gesamtzahl der Beteiligten mit etwas über 800.000 angegeben.

 

Positiv habe sich auch die Initiative von Ministerpräsident Macron in Frankreich ausgewirkt. Dies zeige, so EFES, dass ein unmittelbarer Einfluss zwischen der Rechtssphäre und der Umsetzung von Beteiligungsmodellen bestehe.

 

Das vollständige Survey finden Sie in unserem Downloadbereich.

 

Barometer der Mitarbeiterkapitalbeteiligungs-Politik der Europäischen Föderation für Mitarbeiterkapitalbeteiligung (EFES) veröffentlicht

 

„Wie alle Barometer kündigt auch dieses die Zukunft an. Unser Indikator für Mitarbeiterbeteiligung zeigt seit 2013 einen positiven Trend bei der Anzahl der Mitarbeiteraktionäre in europäischen Unternehmen. Dieser Trend hält auch derzeit an. Das sind sehr gute Nachrichten für alle Europäer“, so Marc Mathieu, Geschäftsführer von EFES.

 

In zwanzig europäischen Ländern wird die Mitarbeiterkapitalbeteiligung mittlerweile von Seiten der Politik aktiv unterstützt. Niemals zuvor waren es mehr. Diese Maßnahmen zielen auf mehr und bessere Anreize für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme und bestätigen damit den positiven Trend seit 2013 in Europa.

 

In Österreich tritt zusätzlich zu den beiden bestehenden Förderprogramme am 1.1.2018 eine weitere Fördermaßname in Kraft, die unter bestimmten Bedingungen Mitarbeiterbeteiligungspläne bis zu einer Höhe von 4.500 € steuer- und sozialabgabenfrei stellt. In Frankreich ist ab 2018 eine Reduzierung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung für einige Beteiligungsvarianten vorgesehen. Neue Gesetzgebungen haben wir auch in Irland, den Niederlanden und in Schweden. Polen bereitet entsprechende Fördermaßnahmen vor.

 

Das „Barometer“ kann hier>> heruntergeladen werden.

 

Manager fordern mehr Mitarbeiterbeteiligung

 

Manager deutscher Aktiengesellschaften unter der Führung von Siemens-Vorstand Joe Kaeser fordern mehr Mitarbeiterbeteiligung an deutschen Unternehmen. Die Forderung wird auch unterstützt von der Wissenschaft, großen mittelständischen Unternehmen und anderen.

 

Diese und andere Forderungen der Vergangenheit zielen immer darauf ab, dass der Steuerfreibetrag bei Bildung einer Mitarbeiterbeteiligung, der derzeit nach § 3 Ziffer 39 EStG bei € 360 liegt, erhöht werden soll. Das ist grundsätzlich richtig, greift jedoch entschieden zu kurz.

 

Unsere Erfahrung, die auf einer intensiven Zusammenarbeit mit der Sparkasse Siegen beruht, wirft noch viel bedeutendere Aspekte auf:

  • Wenn insbesondere mittelständische Unternehmen objektiv darüber aufgeklärt werden, was Mitarbeiterbeteiligung im Detail ist und welche Möglichkeiten mit ihr verbunden sind, andererseits aber auch mögliche Schattenseiten betrachtet werden, kann viel mehr durch den Abbau von Vorbehalten erreicht werden. Die Einführungsquote von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen steigt deutlich im Vergleich zu anderen Regionen an.
  • Darüber hinaus bietet eine von der Sparkasse Siegen und unserem Haus gegründete Gesellschaft genau die Rahmenbedingungen, die der Mittelstand benötigt: eine einfache, sichere und umfassende Verwaltungslösung über eine internetbasierte Software (www.s-mbs.de).

Das Siegerland entwickelt sich auf dieser Grunlage inzwischen zu einer Hochburg der Mitarbeiterbeteiligung.

 

Mitarbeitervergütung - Ein Leitfaden für den Mittelstand

 

Die neueste Publikation aus unserem Hause führt mittelständische Unternehmen anschaulich in das Thema der Vergütungsgestaltung ein. Angefangen vom Aufbau einer Grundvergütungsstruktur über steueroptimierte und variable Entlohnungsformen bis hin zu Modellen, die eine Kapitalisierung von Entgelt zum Inhalt haben, werden sämtliche Optionen angesprochen. Darüber hinaus finden auch rechtliche Aspekte Erwähnung. Die Ausführungen werden anschaulich ergänzt durch zahlreiche Tipps und Beispiele sowie Hinweise über die sinnvolle Gestaltung von Vergütungsprojekten zur Umsetzung in die Praxis.

 

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier>>

 

Wann ist ein Gesellschafter-Geschäftsführer als abhängig Beschäftigter einzustufen?

 

Die Frage, ob ein Gesellschafter-Geschäftsführer als abhängig Beschäftigter zu klassifizieren ist oder nicht, ist regelmäßig Streitpunkt mit den Sozialversicherungsträgern.

 

Das Sozialgericht Stuttgart hatte in einem Fall zu entscheiden, in dem der Gesellschafter über eine Beteiligung von 26% verfügt und einen Standort eigenverantwortlich und selbstbestimmt führt. Der Gesellschaftervertrag räumte dem Gesellschafter keine Sperrminorität ein. Zudem hat der Geschäftsführer Anspruch auf eine feste monatliche Vergütung, auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und einen Urlaubsanspruch. In der Summe erkannte das Gericht  auf der einen Seite kein unternehmerisches Risiko und keine wirtschaftliche Einflussmöglichkeit des Geschäftsführer-Gesellschafters. Auf der anderen Seite sah es die Merkmale der Weisungsgebundenheit, Eingliederung in einen fremden Betrieb und persönliche Abhängigkeit als bestimmend an. Demnach kam das Sozialgericht zu dem Schluss, dass der Gesellschafter als abhängig Beschäftigter einzustufen sei. (Urteil vom 18.08.2016, S 17 R 747/14)

 

Bildung von Rückstellung bei Aktienoptionsprogrammen

 

Ist die Bildung von Rückstellungen bei noch nicht fälligen Aktienoptionsprogrammen zulässig? Diese Frage hatte jüngst der BFH (Urteil vom 15.3.2017, Az. I R 11/15) zu klären.

 

Der Bundefinanzhof kam im vorliegenden Fall zu dem Ergebnis, dass das Bilden von Rückstellungen dann nicht zulässig ist, wenn

  • die Aktienoptionen nur dann ausgeübt werden können, wenn der Verkehrwert der Aktien zum Zeitpunkt der Ausübung einen festgesetzten Betrag übersteigen und / oder
  • das Recht zur Ausübung der Optionen davon abhängig ist, dass es zukünftig zu einer Veräußerung des Unternehmens oder einen Börsengang kommt.

Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser Bedingungen ist nicht von Belang.

 

Grundsätzlich ist anzunehmen, dass die hier zugrundeliegende Fragestellung der Bildung von Rückstellung auch auf andere noch nicht zuteilungsberechtigte Mitarbeiteranreizinstrumente (virtuelle Aktienprogramme, SAR etc.) übertragen werden kann.

 

Das Urteil finden Sie hier>>

 

Umfrage: Arbeitgeberattraktivität

 

Welche Faktoren und Merkmale zeichnen einen attraktiven Arbeitgeber aus? Antworten auf diese Frage liefert eine Befragung im Auftrag der TARGOBANK von mehr als 1.500 Beschäftigten. Die Mitarbeitervergütung belegt mit 61% den ersten Platz, dicht gefolgt von der Sicherheit des Jobs (60%). Auf den weiteren Plätzen finden sich abgeschlagen der Unternehmensstandort und die oft propagierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf (mit jeweils 37%). Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne die Zusammenfassung der Ergebnisse zu.

 

Barometer der Politik für Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Europa 2016

 

Die Europäische Föderation für Mitarbeiterkapitalbeteiligung (EFES) hat ein Politikbarometer der Mitarbeiterbeteilgung veröffentlicht. Es zeigt sich hier, dass außer in Frankreich alle jüngeren politischen Entwicklungen in Europa den Weg zu mehr Mitarbeiterkapitalbeteiligung geebnet haben. Norwegen verdoppelte die steuerlichen Anreize am 1.1.2017, Polen bereitet eine entsprechende Gesetzgebung vor. Für Irland werden neue Anreize für Mitarbeiterbeteiligungen in KMU angekündigt, die im Jahr 2018 eingeführt werden sollen. Die Niederlande werden günstigere steuerliche Behandlung von Aktienoptionen für Mitarbeiter von innovativen Start-ups auf den Weg bringen. Diese neuen Entwicklungen bestätigen den seit 2013 zu beobachtenden positiven Trend.

 

Auf der anderen Seite finden wir in Frankreich (noch) eine restriktive Haltung, indem die bisherige Regierung in 2017 die positiven Bestimmungen des achtzehn Monate zuvor eingeführten  „Macron-Gesetzes“ nicht umgesetzt hat. Das erklärt den Rückgang des aktuellen Barometers.

 

Die negativen politischen Entscheidungen in Frankreich beeinflussen leider schon seit 2009 die Statistiken zur Entwicklung der Mitarbeiterbeteiligung in Europa insgesamt. Frankreich ist somit der Ausgangspunkt für den heute niedrigeren „Demokratisierungs-Index“. Die Anzahl der Mitarbeiteraktionäre ist dort auf drei Millionen zurückgegangen. Dies sind ca. eine Million Aktionäre weniger, als vor dem Politikwechsel.

 

"Nach einer Periode der Unsicherheit im Anschluss an die Finanzkrise laufen die meisten politischen Entscheidungen in den europäischen Ländern auf eine bessere Förderung und Entwicklung der Mitarbeiterbeteiligung hinaus. Die europäischen Länder waren diesbezüglich noch nie so einig. Europa ist auf dem richtigen Weg", sagte Marc Mathieu, Hauptgeschäftsführer von EFES in Brüssel.

 

Das "Barometer" erhalten Sie hier>>

Das Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodell der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH on TV

 

Seit vielen Jahren praktiziert die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH in Höchstädt an der Donau ein Motivationsmodell, das die Kapitalbeteiligung der Beschäftigten direkt am Unternehmen erlaubt.

 

Das Modell sieht zwei Beteiligungsvarianten vor. Zum einen können die Beschäftigten GmbH-Gesellschafter werden, in dem sie Anteile erwerben. Zum anderen ist die Beteiligung als Stiller Gesellschafter möglich. Letztere werden direkt durch Unternehmenszuwendungen finanziert, erfordern also keinen Eigenbeitrag der Beschäftigten.

 

Informationen über den TV-Beitrag erhalten Sie hier>>

€ 44-Freigrenze für Sachbezüge: Gefahr der Überschreitung durch Versandkosten

 

Sachbezüge bis zu einer Obergrenze von € 44 pro Monat werden oftmals und gerne wegen ihrer Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit gewährt. Probleme treten jedoch dann auf, wenn die Freigrenze überschritten wird. In diesem Fall ist der Sachbezug in ganzer Höhe steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wie ist aber die Rechtslage, wenn ein Mitarbeiter von seinem Sachbezug per Bestellung Gebrauch macht, der Warenwert unterhalb der Freigrenze liegt, der Händler aber Versandkosten in Rechnung stellt und dadurch insgesamt die Freigrenze überschritten wird? Ein Betriebsprüfer sah genau das als problematisch an. Infolge urteilte auch das Finanzgericht Baden-Württemberg zu Gunsten der Behörde (Urteil vom 4.8.2016, Az. 10 K 2128/14). Demnach empfehlen wir Ihnen eine eingehende Überprüfung Ihrer Vorgehensweise bei Gewährung von Sachbezügen an Beschäftigte. Sollten Sie von Steuernachforderungen aus diesem oder einem vergleichbaren Grund betroffen sein, können Sie durchaus Einspruch einlegen und ein Ruhen der Nachforderung beantragen. In vergleichbarer Sache ist derzeit ein Musterprozess beim BFH anhängig (Az. VI R 32/16), dessen Entscheidung es abzuwarten gilt.

Umfrageergebnis: Geld wichtiger als Freizeit

 

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag der dpa Beschäftigte befragt. Hypothese war: "Wenn Sie selber wählen können zwischen mehr Geld, mehr Flexibilität im Job oder mehr Freizeit, wofür würden Sie sich entscheiden. Allen Unkenrufen zum Trotz haben sich die Befragten quer durch alle Altersgruppen für das höhere Gehalt entschieden (47% der Befragten). Geld ist demnach doch ein wichtiger Motivator, auch wenn insbesondere Berater der weichen Anreizinstrumente das Gegenteil behaupten. Die Aspekte Flexibilität, Arbeitszeit und Urlaubstage sind mit 17, 14 und 9% dagegen weit abgeschlagen.

 

Interessant ist auch, dass diese Relation selbst bei den Jüngeren (18 bis 24 Jahre) Bestand hat, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. In dieser Altersgruppe entscheiden sich noch immer 41% für den finanziellen Vorteil. Dies stellt manch eine Aussage über die Bedürfnisse der Generation Y in Frage. Annähernd zwei Drittel (62%) der Befragten bezeichnen die Ausgleichsmöglichkeiten zwischen Job und Freizeit als gut, sehr gut oder ausgezeichnet.

Bundesrat warnt vor Verschlechterung der Finanzierungssituation mittelständischer Unternehmen

 

In einer Entschließung vom 25.11.2016 setzt sich der Bundesrat kritisch mit den Auswirkungen der sogenannten Nachkrisenreformagenda des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS) auseinander. Der Ausschuss hat in Folge der Finanzkrise 2008/2009 Maßnahmen erarbeitet, um eine höhere Solidität der Banken und größere Stabilität des Bankensektors zu gewährleisten (BR-Drs. 565/16 (B)).

 

Der Bundesrat befürchtet durch die Reform, dass Banken gezwungen werden, Kredite an mittelständische Unternehmen mit mehr Eigenkapital zu unterlegen. Hieraus entstehe eine Erschwernis des Kreditzugangs und eine Verteuerung der Kreditkonditionen für diese Unternehmen.

 

Ähnlich äußerten sich bereits auch Finanzierungsexperten. Mittelständische Unternehmen, die traditionell einen begrenzten Zugang zum Kapitalmarkt haben, sollten sich bereits heute auf diese Entwicklung vorbereiten. Unternehmensberater Stefan Fritz (mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH) rät diesen Unternehmen, frühzeitig alternative Finanzierungsformen zu eruieren.

Besonders geeignet sind insbesondere für den Mittelstand mezzanine Finanzierungsformen. In diesem Rahmen wird auch die Mitarbeiterkapitalbeteiligung, die in Zeiten niedriger Zinsen ausschließlich mit personalwirtschaftlichen Argumenten punkten konnte und überwiegend mezzanine Beteiligungsformen zum Einsatz bringt, erheblich an Gewicht gewinnen, prognostiziert Fritz.

Änderung in der körperschaftssteuerlichen Behandlung von Genussrechten

 

In der Vergangenheit wurden mezzanine Genussrechte regelmäßig als Instrumente im Bereich der Mitarbeiterkapitalbeteiligung herangezogen. Dies war damit begründet, dass das Genussrechtskapital handelsrechtlich dem Eigenkapital zugerechnet werden konnte, die Vergütung auf Genussrechte aber als Betriebsausgabe körperschaftssteuerlich anrechenbar war, soweit aus den Genussrechtsbestimmungen keine Beteiligung an einem etwaigen Liquidationserlös abzuleiten war ($ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG).

 

Eine mit den obersten Finanzbehörden abgestimmte Verfügung der OFD NRW (S 2742-2016/0009-St 131) legt nun fest, dass Genussrechte, die handelsrechtlich dem Eigenkapital zugerechnet werden, auch steuerrechtlich als Eigenkapital anzurechnen sind. Hiermit verbunden ist der Wegfall des Betriebsausgabeabzugs in der bisherigen Form.

 

Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung höchstrichterliche Entscheidungen zu diesem Sachverhalt ausfallen.

Neue Informationsplattform "Mitarbeiterbeteiligung" online

 

Es ist soweit: die neue Informationsplattform "Mitarbeiterbeteiligung" ist online und zu finden unter www.mitarbeiterbeteiligung.org. Interessierte finden hier Informationen zu den Themen Formen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung, Förderung, Praxisbeispiele und Umsetzung. Die Plattform stellt diese Aspekte aus deutschem und österreichischem Blickwinkel dar.

 

Sie praktizieren ein Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodell und wollen darüber auf der Plattform informieren? Wir freuen uns über Ihren Formulierungsvorschlag und die Zusendung des Firmenlogos!

Neuerscheinung "Personalperspektiven" in der 12. Auflage

 

Dieses Fachbuch, das von unserem Beirat Prof. Hans Jürgen Schneider mit herausgegeben wird, betrachtet Kernfragen und Aufgaben, mit denen sich Personalerinnen und Personaler sowie Führungskräfte angesichts vielfältiger Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt ihrer Mitarbeiter konfrontiert sehen. Experten unterschiedlicher Teildisziplinen beleuchten die Auswirkungen globaler Entwicklungen auf Konzepte, Denkhaltungen und Arbeitsweisen. Nach der Darstellung zentraler Phänomene des Wandels („Megatrends“) wird aus verschiedenen Perspektiven eine „neue“ Managementkultur für den Umgang mit dem Wandel beschrieben. Schließlich stehen im letzten Teil des Buches konkrete Auswirkungen auf wichtige Teilfunktionen des Personalmanagements wie Personalauswahl und -entwicklung, Vergütung und Arbeitszeitmodelle im Mittelpunkt.

 

Das Buch beinhaltet auch einen Beitrag zum Thema "Total Compensation". Autoren sind Prof. Schneider und Stefan Fritz.

Formerfordernis bei Kündigung von Verträgen

 

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2016 tritt die Änderung des § 309 Nr. 13 BGB in Kraft. Hiernach darf für Formularverträge keine strengere Form als die Textform vorgesehen werden.

 

Die Vorgabe einer strengeren Form als die Textform ist in Verträgen, die nicht notariell beglaubigt oder beurkundet werden müssen, generell unwirksam. Dies gilt für alle Verträge (auch im Bereich Mitarbeiterbeteiligung oder Lebensarbeitszeitkonten), die nach dem 30. September 2016 vereinbart wurden.

 

Wir empfehlen daher, diese Verträge einer entsprechenden Überprüfung und ggfs. einer Änderung zu unterziehen. Darüber hinaus raten wir dazu, Kündigungen eines Mitarbeiters grundsätzlich schriftlich zu bestätigen, um die entsprechende Sicherheit zu gewährleisten.

Bundesgerichtshof urteilt über Informationsrechte bei Genussscheinen

 

Ein Genussscheininhaber kann nach allgemeinen Grundsätzen Rechenschaftslegung verlangen, soweit er sie zur Plausibilisierung seines Anspruchs benötigt. Wenn der Genussscheininhaber einen Anspruch auf eine festgelegte Zinsleistung hat, die entfällt, soweit dadurch ein Bilanzverlust entstehen würde, besteht die Rechenschaftslegung in der Mitteilung des Jahresabschlusses.

 

Ein weitergehender Auskunftsanspruch zu einzelnen Bilanzpositionen kann bei dem begründeten Verdacht eines rechtsmissbräuchlichen oder eines gezielt den Interessen der Genussscheininhaber zuwider laufenden Verhaltens der Aktiengesellschaft bestehen. Die zulässige Ausübung von Gestaltungsspielräumen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wie auch beim Gewinnverwendungsbeschluss hat der Genussscheininhaber grundsätzlich hinzunehmen.

 

So urteilt der Bundesgerichtshof am 14.06.2016 (Az: II ZR 121/15). Das Urteil senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Stefan Fritz wird Vorstandsmitglied von EFES

 

Im Mai 2016 wurde der neue Vorstand von EFES (European Federation of Employee Share Ownership) gewählt. Als einziger deutscher Vertreter gehört nun der Geschäftsführer unserer Gesellschaft der Vereinigung an, die sich auf europäischer Ebene für eine stärkere Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung sowie die Harmonisierung gesetzlicher Bestimmungen einsetzt und auf diesem Gebiet bereits vieles bewirken konnte.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH