Aktuelle Nachrichten

Umfrage: Arbeitgeberattraktivität

 

(04.07.2017) Welche Faktoren und Merkmale zeichnen einen attraktiven Arbeitgeber aus? Antworten auf diese Frage liefert eine Befragung im Auftrag der TARGOBANK von mehr als 1.500 Beschäftigten. Die Mitarbeitervergütung belegt mit 61% den ersten Platz, dicht gefolgt von der Sicherheit des Jobs (60%). Auf den weiteren Plätzen finden sich abgeschlagen der Unternehmensstandort und die oft propagierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf (mit jeweils 37%). Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne die Zusammenfassung der Ergebnisse zu.

 

Barometer der Politik für Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Europa

 

(07.06.2017) Die Europäische Föderation für Mitarbeiterkapitalbeteiligung (EFES) hat ein Politikbarometer der Mitarbeiterbeteilgung veröffentlicht. Es zeigt sich hier, dass außer in Frankreich alle jüngeren politischen Entwicklungen in Europa den Weg zu mehr Mitarbeiterkapitalbeteiligung geebnet haben. Norwegen verdoppelte die steuerlichen Anreize am 1.1.2017, Polen bereitet eine entsprechende Gesetzgebung vor. Für Irland werden neue Anreize für Mitarbeiterbeteiligungen in KMU angekündigt, die im Jahr 2018 eingeführt werden sollen. Die Niederlande werden günstigere steuerliche Behandlung von Aktienoptionen für Mitarbeiter von innovativen Start-ups auf den Weg bringen. Diese neuen Entwicklungen bestätigen den seit 2013 zu beobachtenden positiven Trend.

 

Auf der anderen Seite finden wir in Frankreich (noch) eine restriktive Haltung, indem die bisherige Regierung in 2017 die positiven Bestimmungen des achtzehn Monate zuvor eingeführten  „Macron-Gesetzes“ nicht umgesetzt hat. Das erklärt den Rückgang des aktuellen Barometers.

 

Die negativen politischen Entscheidungen in Frankreich beeinflussen leider schon seit 2009 die Statistiken zur Entwicklung der Mitarbeiterbeteiligung in Europa insgesamt. Frankreich ist somit der Ausgangspunkt für den heute niedrigeren „Demokratisierungs-Index“. Die Anzahl der Mitarbeiteraktionäre ist dort auf drei Millionen zurückgegangen. Dies sind ca. eine Million Aktionäre weniger, als vor dem Politikwechsel.

 

"Nach einer Periode der Unsicherheit im Anschluss an die Finanzkrise laufen die meisten politischen Entscheidungen in den europäischen Ländern auf eine bessere Förderung und Entwicklung der Mitarbeiterbeteiligung hinaus. Die europäischen Länder waren diesbezüglich noch nie so einig. Europa ist auf dem richtigen Weg", sagte Marc Mathieu, Hauptgeschäftsführer von EFES in Brüssel.

 

Das "Barometer" erhalten Sie hier>>

Das Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodell der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH on TV

 

(11.02.2017) Seit vielen Jahren praktiziert die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH in Höchstädt an der Donau ein Motivationsmodell, das die Kapitalbeteiligung der Beschäftigten direkt am Unternehmen erlaubt.

 

Das Modell sieht zwei Beteiligungsvarianten vor. Zum einen können die Beschäftigten GmbH-Gesellschafter werden, in dem sie Anteile erwerben. Zum anderen ist die Beteiligung als Stiller Gesellschafter möglich. Letztere werden direkt durch Unternehmenszuwendungen finanziert, erfordern also keinen Eigenbeitrag der Beschäftigten.

 

Informationen über den TV-Beitrag erhalten Sie hier>>

€ 44-Freigrenze für Sachbezüge: Gefahr der Überschreitung durch Versandkosten

 

(11.01.2017) Sachbezüge bis zu einer Obergrenze von € 44 pro Monat werden oftmals und gerne wegen ihrer Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit gewährt. Probleme treten jedoch dann auf, wenn die Freigrenze überschritten wird. In diesem Fall ist der Sachbezug in ganzer Höhe steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wie ist aber die Rechtslage, wenn ein Mitarbeiter von seinem Sachbezug per Bestellung Gebrauch macht, der Warenwert unterhalb der Freigrenze liegt, der Händler aber Versandkosten in Rechnung stellt und dadurch insgesamt die Freigrenze überschritten wird? Ein Betriebsprüfer sah genau das als problematisch an. Infolge urteilte auch das Finanzgericht Baden-Württemberg zu Gunsten der Behörde (Urteil vom 4.8.2016, Az. 10 K 2128/14). Demnach empfehlen wir Ihnen eine eingehende Überprüfung Ihrer Vorgehensweise bei Gewährung von Sachbezügen an Beschäftigte. Sollten Sie von Steuernachforderungen aus diesem oder einem vergleichbaren Grund betroffen sein, können Sie durchaus Einspruch einlegen und ein Ruhen der Nachforderung beantragen. In vergleichbarer Sache ist derzeit ein Musterprozess beim BFH anhängig (Az. VI R 32/16), dessen Entscheidung es abzuwarten gilt.

Umfrageergebnis: Geld wichtiger als Freizeit

 

(07.12.2016) Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag der dpa Beschäftigte befragt. Hypothese war: "Wenn Sie selber wählen können zwischen mehr Geld, mehr Flexibilität im Job oder mehr Freizeit, wofür würden Sie sich entscheiden. Allen Unkenrufen zum Trotz haben sich die Befragten quer durch alle Altersgruppen für das höhere Gehalt entschieden (47% der Befragten). Geld ist demnach doch ein wichtiger Motivator, auch wenn insbesondere Berater der weichen Anreizinstrumente das Gegenteil behaupten. Die Aspekte Flexibilität, Arbeitszeit und Urlaubstage sind mit 17, 14 und 9% dagegen weit abgeschlagen.

 

Interessant ist auch, dass diese Relation selbst bei den Jüngeren (18 bis 24 Jahre) Bestand hat, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. In dieser Altersgruppe entscheiden sich noch immer 41% für den finanziellen Vorteil. Dies stellt manch eine Aussage über die Bedürfnisse der Generation Y in Frage. Annähernd zwei Drittel (62%) der Befragten bezeichnen die Ausgleichsmöglichkeiten zwischen Job und Freizeit als gut, sehr gut oder ausgezeichnet.

Bundesrat warnt vor Verschlechterung der Finanzierungssituation mittelständischer Unternehmen

 

(28.11.2016) In einer Entschließung vom 25.11.2016 setzt sich der Bundesrat kritisch mit den Auswirkungen der sogenannten Nachkrisenreformagenda des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS) auseinander. Der Ausschuss hat in Folge der Finanzkrise 2008/2009 Maßnahmen erarbeitet, um eine höhere Solidität der Banken und größere Stabilität des Bankensektors zu gewährleisten (BR-Drs. 565/16 (B)).

 

Der Bundesrat befürchtet durch die Reform, dass Banken gezwungen werden, Kredite an mittelständische Unternehmen mit mehr Eigenkapital zu unterlegen. Hieraus entstehe eine Erschwernis des Kreditzugangs und eine Verteuerung der Kreditkonditionen für diese Unternehmen.

 

Ähnlich äußerten sich bereits auch Finanzierungsexperten. Mittelständische Unternehmen, die traditionell einen begrenzten Zugang zum Kapitalmarkt haben, sollten sich bereits heute auf diese Entwicklung vorbereiten. Unternehmensberater Stefan Fritz (mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH) rät diesen Unternehmen, frühzeitig alternative Finanzierungsformen zu eruieren.

Besonders geeignet sind insbesondere für den Mittelstand mezzanine Finanzierungsformen. In diesem Rahmen wird auch die Mitarbeiterkapitalbeteiligung, die in Zeiten niedriger Zinsen ausschließlich mit personalwirtschaftlichen Argumenten punkten konnte und überwiegend mezzanine Beteiligungsformen zum Einsatz bringt, erheblich an Gewicht gewinnen, prognostiziert Fritz.

Änderung in der körperschaftssteuerlichen Behandlung von Genussrechten

 

(18.11.2016) In der Vergangenheit wurden mezzanine Genussrechte regelmäßig als Instrumente im Bereich der Mitarbeiterkapitalbeteiligung herangezogen. Dies war damit begründet, dass das Genussrechtskapital handelsrechtlich dem Eigenkapital zugerechnet werden konnte, die Vergütung auf Genussrechte aber als Betriebsausgabe körperschaftssteuerlich anrechenbar war, soweit aus den Genussrechtsbestimmungen keine Beteiligung an einem etwaigen Liquidationserlös abzuleiten war ($ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG).

 

Eine mit den obersten Finanzbehörden abgestimmte Verfügung der OFD NRW (S 2742-2016/0009-St 131) legt nun fest, dass Genussrechte, die handelsrechtlich dem Eigenkapital zugerechnet werden, auch steuerrechtlich als Eigenkapital anzurechnen sind. Hiermit verbunden ist der Wegfall des Betriebsausgabeabzugs in der bisherigen Form.

 

Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung höchstrichterliche Entscheidungen zu diesem Sachverhalt ausfallen.

Neue Informationsplattform "Mitarbeiterbeteiligung" online

 

(15.11.2016) Es ist soweit: die neue Informationsplattform "Mitarbeiterbeteiligung" ist online und zu finden unter www.mitarbeiterbeteiligung.org. Interessierte finden hier Informationen zu den Themen Formen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung, Förderung, Praxisbeispiele und Umsetzung. Die Plattform stellt diese Aspekte aus deutschem und österreichischem Blickwinkel dar.

 

Sie praktizieren ein Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodell und wollen darüber auf der Plattform informieren? Wir freuen uns über Ihren Formulierungsvorschlag und die Zusendung des Firmenlogos!

Neuerscheinung "Personalperspektiven" in der 12. Auflage

 

(20.10.2016) Dieses Fachbuch, das von unserem Beirat Prof. Hans Jürgen Schneider mit herausgegeben wird, betrachtet Kernfragen und Aufgaben, mit denen sich Personalerinnen und Personaler sowie Führungskräfte angesichts vielfältiger Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt ihrer Mitarbeiter konfrontiert sehen. Experten unterschiedlicher Teildisziplinen beleuchten die Auswirkungen globaler Entwicklungen auf Konzepte, Denkhaltungen und Arbeitsweisen. Nach der Darstellung zentraler Phänomene des Wandels („Megatrends“) wird aus verschiedenen Perspektiven eine „neue“ Managementkultur für den Umgang mit dem Wandel beschrieben. Schließlich stehen im letzten Teil des Buches konkrete Auswirkungen auf wichtige Teilfunktionen des Personalmanagements wie Personalauswahl und -entwicklung, Vergütung und Arbeitszeitmodelle im Mittelpunkt.

 

Das Buch beinhaltet auch einen Beitrag zum Thema "Total Compensation". Autoren sind Prof. Schneider und Stefan Fritz.

Formerfordernis bei Kündigung von Verträgen

 

(01.10.2016) Mit Wirkung zum 01. Oktober 2016 tritt die Änderung des § 309 Nr. 13 BGB in Kraft. Hiernach darf für Formularverträge keine strengere Form als die Textform vorgesehen werden.

 

Die Vorgabe einer strengeren Form als die Textform ist in Verträgen, die nicht notariell beglaubigt oder beurkundet werden müssen, generell unwirksam. Dies gilt für alle Verträge (auch im Bereich Mitarbeiterbeteiligung oder Lebensarbeitszeitkonten), die nach dem 30. September 2016 vereinbart wurden.

 

Wir empfehlen daher, diese Verträge einer entsprechenden Überprüfung und ggfs. einer Änderung zu unterziehen. Darüber hinaus raten wir dazu, Kündigungen eines Mitarbeiters grundsätzlich schriftlich zu bestätigen, um die entsprechende Sicherheit zu gewährleisten.

Bundesgerichtshof urteilt über Informationsrechte bei Genussscheinen

 

Ein Genussscheininhaber kann nach allgemeinen Grundsätzen Rechenschaftslegung verlangen, soweit er sie zur Plausibilisierung seines Anspruchs benötigt. Wenn der Genussscheininhaber einen Anspruch auf eine festgelegte Zinsleistung hat, die entfällt, soweit dadurch ein Bilanzverlust entstehen würde, besteht die Rechenschaftslegung in der Mitteilung des Jahresabschlusses.

 

Ein weitergehender Auskunftsanspruch zu einzelnen Bilanzpositionen kann bei dem begründeten Verdacht eines rechtsmissbräuchlichen oder eines gezielt den Interessen der Genussscheininhaber zuwider laufenden Verhaltens der Aktiengesellschaft bestehen. Die zulässige Ausübung von Gestaltungsspielräumen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wie auch beim Gewinnverwendungsbeschluss hat der Genussscheininhaber grundsätzlich hinzunehmen.

 

So urteilt der Bundesgerichtshof am 14.06.2016 (Az: II ZR 121/15). Das Urteil senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Stefan Fritz wird Vorstandsmitglied von EFES

 

(23.05.2016) Im Mai 2016 wurde der neue Vorstand von EFES (European Federation of Employee Share Ownership) gewählt. Als einziger deutscher Vertreter gehört nun der Geschäftsführer unserer Gesellschaft der Vereinigung an, die sich auf europäischer Ebene für eine stärkere Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung sowie die Harmonisierung gesetzlicher Bestimmungen einsetzt und auf diesem Gebiet bereits vieles bewirken konnte.

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