Krankenversicherungsbeiträge steigen: Wie können Sie Kostensteigerungen vermeiden?
Es wurde schon längere Zeit befürchtet und wird nun zur Realität: Im kommenden Jahr 2026 werden viele, vermutlich alle, gesetzlichen Krankenkassen die Zusatzbeiträge erhöhen. Im Durchschnitt wird eine Anhebung von derzeit (2025) 2,5% um 0,4 Prozentpunkte auf 2,9% erwartet. Dies belastet auch die Arbeitgeberseite, da sie zur Hälfte die Zusatzbeiträge finanziert.
Viele Unternehmen fragen sich daher, welche Handlungsoptionen bestehen? Wie kann eine Kostensteigerung in diesem Bereich vermieden werden?
Unsere Empfehlung ist, zukünftige Entgelterhöhungen in Form einer variablen Vergütung durchzuführen. Dieses Instrument kann z.B. in Form einer Erfolgsbeteiligung gestaltet werden.
Eine Erfolgsbeteiligung bietet den Vorteil, dass die Beschäftigten über ihr Handeln die Höhe ihrer Vergütung direkt beeinflussen können. Eine höhere Team- oder Kundenorientierung bzw. sinkende Kosten können somit zu einer höheren Vergütung werden. Im Regelfall sind auch positive Effekte auf Krankenquote und in anderen Bereichen als weitere Effekte zu beobachten.
Die Zusatzeinkünfte sind steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie in eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung überführt werden. In diesem Bereich liegt die gesetzliche Obergrenze bei € 2.000 pro Mitarbeitenden und Jahr.
Da auch in den kommenden Jahren die Belastungen der Arbeitgeber und der Mitarbeitenden durch Sozialversicherungsbeiträge aus Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Beiträge zur Rentenversicherung vermutlich nicht sinken werden, ist der von uns skizzierte Ansatz als langfristige Option zu sehen, die das bestehende Problem mindern kann.
Gerne informieren wir Sie individuell über die Umsetzung in Ihrem Unternehmen.
Autor: Stefan Fritz (11.12.2025)













