Mitarbeiterbeteiligung in der Pflege (und andernorts)
Heute ist Tag der Pflege. Als persönlich betroffener (meine beiden Eltern werden derzeit im Seniorenheim betreut) messe ich diesem Tag eine besondere Bedeutung bei.
Heute veröffentlichte auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe ein Ergebnis einer Befragung von Mitarbeitenden in Pflegeberufen. Ganz bemerkenswert ist, dass 83% der Befragten ihren Beruf als sinnstiftend einstufen. 55% würden ihn wieder ergreifen. Das sind bemerkenswerte Zahlen, die sich auf einem hohen Niveau auch im Vergleich zu 2024 und 2025 halten.
Dennoch gibt es auch deutliche Kritik der Beschäftigten an den Zuständen. 3% der Befragten stimmen voll und ganz der Aussage zu, dass ihre Kompetenz von der Gesellschaft nicht anerkannt wird.
Zudem nehmen die Unzufriedenheiten gegenüber dem aktuellen Arbeitgeber zu. In der gegenwärtigen Studie denken 20% der Beschäftigten über einen Arbeitgeberwechsel nach. Die Ursache hierfür ist weniger im Team zu sehen. Hier wächst die Zufriedenheit der Beschäftigten stark an. Ein Manko weist dagegen das Thema Führung auf. Die Unzufriedenheit mit Führungskräften und Management springt von zuvor 34 auf 43%. 19% der Beschäftigten sind sogar sehr unzufrieden mit der Leitungsebene.
Die Problemebenen mangelnde Wertschätzung, Führung und Mitarbeiterbindung könnten durch eine Stärkung der Mitarbeiterbeteiligung aktiv beseitigt werden. Auf diesem Wege besteht die Möglichkeit Arbeitgeberzuwendungen in direkter Form oder in Form einer leistungs- bzw. erfolgsorientierten Zuwendung bis zu einer Höhe von € 2.000 je Mitarbeitendem steuer- und sozialversicherungsfrei zuzuwenden.
Da die o.g. Probleme der mangelnden Wertschätzung, defizitiärer Mitarbeitendenbindung und Führung nicht nur in der Pflege, sondern in vielen anderen Unternehmen und Branchen festzustellen sind, kann dieser Vorschlag natürlich auch auf andere Branchen übertragen werden.
Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zum Thema!
Autor: Stefan Fritz (12.05.2026)













